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Demokrit

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Gedanken eines Laien zu großen Denkern und Forschern.
Was mir an den einzelnen Philosophen und Wissenschaftlern am wichtigsten erscheint.


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Demokrit: Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter, in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum.
Meine Gedanken dazu: Ein Ausspruch, der uns sehr modern vorkommt. Aber er konnte natürlich nicht wissen, dass unsere Materie tatsächlich größtenteils aus leerem Raum besteht, obwohl kein Raum wirklich leer ist. Seine Erkenntnisse erlangte er allein durch Nachdenken. Es gab noch nicht mal Mikroskope, trotzdem glaubte er zu wissen, dass alles im allerkleinsten aus für immer unveränderlichen unteilbaren Teilchen mit verschiedenen Eigenschaften besteht, runde und eckige in geometrischen Formen, aber auch unregelmäßige, glatte und rauhe. Auch haben sie verschiedene Haken und Ösen, mit denen sie sich zu verschiedenen Dingen verbinden können. Eine geniale Schlussfolgerung für damalige Verhältnisse.
Diese kleinsten Teilchen, die Atome, bleiben für immer unverändert und sind á-tomos‚ unteilbar.
Als man im Lauf der Neuzeit, vor allem ab dem 17. Jahrhundert, entdeckte, dass die meisten Stoffe um uns herum aus chemischen Verbindungen bestehen, und diese wiederum aus relativ wenigen (94 natürlich vorkommenden) chemischen Elementen, die bei den chemischen Reaktionen nicht verändert werden, glaubte man Demokrits These bestätigt.

Heute wissen wir natürlich, dass sich Atome sehr wohl teilen lassen. Wenn wir daraus schließen, dass sich Demokrit geirrt hätte, begehen wir einen logischen Irrtum: Er hat ja eben nicht gesagt, dass er mit "Atom" die Gebilde aus Protonen, Neutronen und Elektronen meint! Diese Benennung haben viele Generationen später Alchemisten und Chemiker vorgenommen. Als man den Atomaufbau und die grundsätzliche Teilbarkeit entdecke, hätte man die Atome eigentlich in Tome umbenennen und das Wort Atome auf die kleineren (noch) unteilbaren Teilchen übertragen müssen, was man natürlich nicht tat. Auch nicht, nachdem  Otto Hahn Bücher zu Otto Hahn 1938 tatsächliche Kernspaltungen beim Uran nachwies.

Aber auch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende, da die entstehenden atomaren Teilchen auch wiederum nicht unteilbar sind: Nach dem Zerstrümmern von Elementarteilchen in  Teilchenbeschleunigern hätte sich der Name praktisch ins immer Kleinere verschoben. Auch wenn wir nie sicher sein können, dass wir irgendwann das allerkleinste unteilbarste Teilchen entdeckt haben, heißt das nicht, dass es das nicht gibt! Welche kleinsten Teilchen tatsächlich als unteilbar angesehen werden, diese Grenze verschiebt sich von Zeit zu Zeit. Vielleicht werden eines Tages sogar die Quanten geteilt …
Die Zusammenschlüsse verschiedener Atome verursachen feine Ausflüsse, die durch unsere Sinnesorgane in unseren Körper gelangen und bewusste Wahrnehmungen erzeugen. Keine mystische Kraft steckt dahinter, sondern Naturgesetze (Materialismus).
Nicht schlecht für eine Zeit, in der man alle Naturphänomene normalerweise mystisch erklärte und auf den Einfluss von Göttern zurückführte. Das ist sein großes Verdienst: Physikalische Phänomene, so rätselhaft sie damals auch waren, zu entmystifizieren. Beim Volk fand er damit nur wenig Anklang. Zu groß ist die Sehnsucht nach dem Spirituellen, nach einem Gott, den man persönlich anrufen kann, nach  Religionen eben.
Die Seele besteht aus Seelenatomen, die besonders rund und glatt sind, und die sich nach dem Tod zerstreuen und sich anderen Seelen anschließen oder neue Seelen bilden können. Also gibt es keine unsterbliche Seele.
Eine Denkweise, die man Atomistischer Materialismus nennt, und der ich mich nicht so recht anschließen kann. Die geistige Welt muss eigentlich nicht-materiell sein, jenseits von Raum und Zeit und gleichzeitig allgegenwärtig. Die Grenze zwischen materiell und nicht-materiell verschwimmt jedoch durch die moderne Teilchenphysik und die Quantenmechanik immer mehr. Ich halte es für wahrscheinlich, dass jeder von uns, unser Bewusstsein, Teil dieser geistigen Welt ist, immer war, und immer sein wird. Ob wir uns dabei immer wieder zerstreuen und neu zusammensetzen, oder als "Seele" weiterbestehen, kann niemand sagen. Die angeblichen "Beweise" für die Reinkarnation (Wiedergeburt) halte ich für  Legendenbildungen. In einem Hof einen Brunnen durch Erinnerung an ein früheres Leben wiederzufinden, ist kein Beweis, in vielen Innenhöfen gibt es Brunnen. Deshalb ist beides möglich.
Eine positive Grundstimmung erlangt man dadurch, dass Die Seele bekommt durch Betrachtung des Wesens der Dinge eine heitere, gelassene, positive Grundstimmung bekommt und kann sich dadurch von Furcht und Hoffnungslosigkeit befreien.
Das mag für manche geniale Denker zutreffen, die durch die Ergebnisse der Überlegungen immer wieder Erfolgserlebnisse erzielen. Für manche mag es sicher unbeschwerter sein, über geheimnisvolle Dinge garnicht nachzudenken, denn man kann sich in Gedanken-Labyrinthen auch verlieren oder die letztendlich immer unvollständigen Ergebnisse als Misserfolg empfinden. Nicht umsonst sagt man, dass Genie und Wahnsinn oft nahe beieinander liegen.
Da flehen Menschen die Götter um Gesundheit an, und wissen nicht, dass sie die Macht darüber selbst besitzen.
Als rationaler Mensch würden wir das heutzutage wohl als psychologischen Effekt ansehen. Esoteriker je nach Denkrichtung als Geistheilung, Alternative Medizin oder gar Magie, und was es da noch so alles gibt. Sicher ist jedoch, dass Autosuggestion und Einflussnahme auf unser Unterbewusstsein manchen Menschen hilft, wie auch immer. Auch den gegenteiligen Effekt gibt es natürlich: Krank durch Pessimismus und "schlechte Gedanken". Lasst uns die lieber vermeiden!
Für meine Texte: © 2017 by Erwin Purucker

Demokrit gehört zu den Naturphilosophen der Antike. Er verfasste Schriften zur Mathematik, Astronomie, Physik, Logik, Seelenlehre und Ethik. Geboren wurde er 460 vor Christus in Abdera in Thrakien (Griechenland), lebte dort auch, und gehört damit zu den Vorsokratikern. Neben Babylonien und Ägypten besuchte er viele andere Gegenden und wurde damit als weitgereister Mann ca. 89 Jahre alt. Der Philosoph Demokrit





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